Sicherung der Finanzierung von hauptamtlich tätigen Stützpunkt- und Landestrainerinnen und –trainern

Vielen Dank, Frau Präsidentin. Liebe Kolleginnen und Kollegen, heute waren in der Presse positive Schlagzeilen zu lesen. „Die Finanzierung von 67 Thüringer Trainerstellen gesichert“, aus der „Thüringer Allgemeinen“, und „Der Landessportbund kann Talente-Trainer behalten“, so die Überschrift in der „Ostthüringer Zeitung“. Ich sage, das sind gute Überschriften, das sind auch gute Nachrichten. Thüringen - und das wissen Sie bestimmt mindestens so gut wie ich auch – ist ein Sportland. Seit Jahrzehnten ist Sport und damit auch der Leistungssport, darüber reden wir hier, ein Aushängeschild für unseren Freistaat. Großartige Erfolge in vielen Bereichen wie Biathlon, Rodeln, aber auch nicht nur der Wintersport, auch die Sportart Radfahren möchte ich hier mal nennen, sie zeugen von einer sehr guten Ausbildung unser jungen Sportlerinnen und Sportler. Regelmäßig tolle Ergebnisse bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei Olympischen Spielen sind ein wichtiger Beitrag für die Außenwirkung des Freistaats Thüringen. An dieser Stelle muss man aber auch auf die Statistiken, zum Beispiel auf die verschiedenen Medaillenspiegel Thüringens, bei den Olympischen Spielen schauen. Hier schneiden Thüringer Sportlerinnen und Sportler regelmäßig sehr gut ab. Unser kleines Bundesland schafft es bei den Olympischen Spielen, regelmäßig bei den Winterspielen, ganz konkret gesagt, regelmäßig unter die Top 10 der Medaillenspiegel der Nationen. Von den letzten Olympischen Spielen brachten 25 Athleten elf Medaillen aus Vancouver mit zurück nach Thüringen. Diese Erfolge kommen aber nicht von allein. Nachwuchssportler müssen auf der einen Seite hart dafür arbeiten, um mögliche Olympiagewinner von morgen zu werden. Auch - und das wird meistens nicht mitgenannt - bei den letzten Olympischen Jugendwinterspielen in Innsbruck waren unsere Nachwuchssportlerinnen und -sportler sehr erfolgreich. Sieben Thüringer Talente gewannen vier Medaillen. Dazu braucht es aber nicht nur ihr Engagement und ihren Schweiß, sondern auch Kontinuität in der Ausbildung. Um diese zu erreichen, muss natürlich auch das Umfeld passen und zum Umfeld gehört natürlich auch die Finanzierung der Nachwuchstrainer. Deswegen haben wir auch ganz interessiert zur Kenntnis genommen, dass sich der zuständige Staatssekretär Dr. Schubert mit dem Präsidenten und Hauptgeschäftsführer des Landessportbunds sowie mit dem Finanzminister des Freistaats Thüringen getroffen hat und ihnen ist es gemeinsam gelungen - so stand es heute in der Presse, Frau Ministerin hat es auch gerade genannt -, einen Lösungsansatz zu finden, der, das möchte ich auch noch mal betonen, trotz aller Unkenrufe, zumindest von den Seiten, die dort am Tisch saßen, als gerecht oder als möglich befunden worden ist. Hier sind die Interessen der Sportförderung und der Haushaltskonsolidierung aus unserer Sicht gleichermaßen eingeflossen. Für die Finanzierung von hauptamtlichen Trainerinnen und Trainern sowie Leistungskoordinatoren sind im Entwurf für 2013 1,85 Mio. € eingestellt. Für die Folgejahre 2014, 2015 und 2016 wurde die Summe leicht auf 1,8 Mio. € reduziert. Wir halten die getroffene Lösung auch unter den genannten Vorbedingungen für sach- und auch fachgerecht. Diese Entscheidung sollte eine Grundlage sein, auch in Zukunft Erfolge von Thüringer Sportlerinnen und Sportlern zu ermöglichen. Wir sind froh, und das wiederhole ich noch einmal ausdrücklich, dass ein Kompromiss im Sinne des Sports und somit im Sinne des Freistaats gefunden werden konnte. Herr Korschewsky, ich will Ihnen nicht in allen Punkten widersprechen, aber ein Punkt, der hat mich besonders aufmerksam werden lassen, und zwar Nachwuchssichtung. Nachwuchssichtung wurde schon vor vielen Jahren und wird auch heute noch sehr oft auch von ehrenamtlichen Trainern und Übungsleitern durchgeführt. Das geht gar nicht anders, denn so viele hauptamtliche Trainerinnen und Trainer könnten Sie gar nicht bezahlen, um das flächendeckend in Thüringen zu machen. Ich sage, das ist auch gut so, weil die ehrenamtlichen Übungsleiter und Trainer vor Ort ganz genau ihre Schützlinge, ihre Sportlerinnen und Sportler kennen. Die wissen ganz genau, ist es für ihn machbar, schafft er das, schafft er das leistungsmäßig, schafft er das auch vom Charakter her, hat er auch das Stehvermögen und das braucht natürlich auch ein bisschen Glück, das steht auch außer Frage. Ich glaube, das System hat sich in Deutschland etabliert, das ist gut so, das gehört auch zu den Erfolgen der Sportlerinnen und Sportler, das sollte an der Stelle auch mal genannt werden, denn meistens reden wir nur über die Hauptamtlichen. Ich glaube, die ehrenamtlichen Übungsleiter und Trainer leisten so viel gute Arbeit, um es überhaupt den hauptamtlichen Trainern zu ermöglichen, solche Athleten in ihre Hände zu bekommen, damit sie dann auch große Sportler mit großen Erfolgen machen können. Nichtsdestotrotz, 67 hauptamtliche Trainerstellen in Thüringen sind gesichert. Das ist die wichtige Botschaft, die wir an dieser Stelle noch mal ausdrücklich begrüßen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

17.07.2012 1834