Pfiffige Aktionen und begeisterte Gäste beim Europatag an Schwarzaer Förderzentrum

Schwarza.Polen mit allen Sinnen und in vielen Facetten für die Schulfamilie erfahrbar zu machen das war das Ziel des Europatages, der gestern am Staatlichen regionalen Förderzentrum »Johann Heinrich Pestalozzi« in Rudolstadt-Schwarza stattfand.

Das Thema Europa spielt im Schulalltag auf vielfältige Weise eine Rolle. »Wir pflegen im Rahmen des Comeniusprojektes bereits seit Jahren ganz intensive Kontakte zu einer Partnerschule in Polen, deren Schüler auch heute, per Internetkamera, bereits unsere Gäste waren«, verrät Projektleiterin Beatrice Voit. Auf Einladung von Schulleiter Lutz Meier besuchten der Europapolitiker der FDP-Landtagsfraktion, Marian Koppe, mit der polnischen Botschaftsrätin für Kultur und Wissenschaft, Magdalena Erdman, sowie der Schulamtsleiter von Rudolstadt, Dieter Kunstmann, die Bildungseinrichtung. »Ich möchte die Jugendlichen schon früh für Europa begeistern und habe bereits mehrere Schulen an so einem Tag besucht. Aber dieses komplexe Programm, in das sich alle Schüler mit viel Engagement einbringen, habe ich so noch nicht erlebt. Das schon sehr beeindruckend«, so Koppe. Ähnlich äußerten sich auch die anderen Gäste, die sich von den Präsentationen der Schüler begeistern ließen.

Bunt ist Trumpf an diesem Vormittag. Schüler in selbstgefertigten historischen Kostümen führen den Handschuh, eine der bekanntesten Balladen Friedrich Schillers auf und rappen dabei zu poppiger Musik. Es wird eine Mazurka einstudiert und getanzt, gepuzzelt und gebastelt. Natürlich spielt auch das Thema Fußballeuropameisterschaft eine Rolle und Manuel (14), der bei der Rudolstädter Einheit kickt, ist sich schon mal sicher, dass es die Deutschen packen. Am Ende backen Lehrerinnen mit den Schülern Piroggen und auch Rote-Beete-Suppe steht auf dem Menüplan. Denn: Liebe auch zu einem Land geht bekanntlich durch den Magen. OTZ/rb

11.05.2012 OTZ - Ostthüringer Zeitung